Wer mit der original Bereifung der Vmax nicht zufrieden ist, hat verschiedene Möglichkeiten Abhilfe zu schaffen.

Während die V-max im original Zustand hinten eine 15″ x 3,5″ Felge mit einem Reifen in den Dimensionen 150/90 und vorne eine 18″ x 2,5″ Felge mit den Reifenmaßen 110/90 hat, sind andere Motorräder mit 17″ Felgen bzw. Reifen unterwegs.

Vergleich Vmax Original und Umbau

Der Unterschied zwischen beiden Rad-/Reifen-Kombinationen ist deutlich zu erkennen.

Alleine der 150mm (schmale) Hinterreifen mit den recht hoch bauenden Flanken ist nicht wirklich ideal für anspruchsvolles Fahren in höheren Geschwindigkeiten. Moderne Radialreifen passen jedoch auf diese Felgen nicht drauf. Somit bleibt einem, entweder mit der nach wie vor sehr eingeschränkten Markenwahl in den original Dimensionen weiter zu fahren, oder das Umrüsten auf andere Felgen, welche dann eben die moderneren Radialreifen tragen dürfen. Hier ist auch die Auswahl an Marken und Typen deutlich größer.

Spezialisierte Firmen:

Für eine solche Umrüstung bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Um es kurz zu machen, wer eine gut ausgerüstete Werkstatt oder zumindest „Connection“ hat, kann es selbst versuchen, oder man greift auf Hersteller und Händler zurück. Letzteres ist sicherlich die deutlich nervenschonendere Variante, aber auch teurer.

Es gibt zwei Möglichkeiten offiziell über Händler diesen Wechsel zu vollziehen. Man kauft sich entweder einen neuen Satz Felgen mit passenden Reifen und baut diese ein, oder man gibt seine original Felgen im Tausch gegen bereits umgebaute original Felgen. Quasi eine Inzahlungnahme zzgl. Zuzahlung versteht sich.

An erster Stelle sei die Firma Deget aus der Eifel genannt, die hier definitiv zu den Firmen mit der größten Erfahrung gehört.

Ein solcher Umbau der original Felgen ist keineswegs unüblich. Dabei werden in einem patentierten Verfahren neue Felgenhörner auf die Felge geschweißt. Dadurch wird die Felge im Durchmesser von 15″ auf 17″ gebracht und hat eine Breite von üblicherweise 5,5″. Aber auch 18″ Durchmesser und 6″ Breite sind geläufig, auch jeweils gekreuzt in Kombination – Also zB. 17″ x 6″

 

Mach´s dir selbst:

Die andere Möglichkeit ist die Verwendung von Felgen anderer Serienmotorräder etwas jüngeren Baujahres, die bereits die entsprechende Felgengrößen vorweisen. Haken an der Sache ist der Kardan an der Vmax, den die wenigsten anderen Maschinen mitbringen. Somit ist die Anbindung der Felge an den Sekundärantrieb erstmal eine Herausforderung. Kette und Kardan sind nun mal zwei Welten.

Auch hier gibt es Händler die modifizierte Felgen bzw. Kardan-Aufnahmen für den Ruckdämpfer anbieten. Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von weitgehend passenden Felgen von Maschinen mit Kardan. Hier drängt sich die FJR1300 aus gleichem Hause (Yamaha) geradezu auf. Aber unser lieber TÜV muss auch hier seinen Segen erteilen  – und das ist alles andere als einfach.

Fangen wir bei dieser FJR1300 Felge an sich an. Rein technisch muss an dieser Felge ein klein wenig angepasst werden. Um genau zu sein ist die Felge an der Achse, also zwischen Kardanaufnahme und Bremsscheibe ein wenig zu breit. Hier muss auf einer großen Drehbank nachgeholfen werden. Weiter müssen passende Lager für die Vmax Achse gegen die Originalen getauscht werden.

Yamaha gibt Auskunft:

Ist dies geschafft, will der TÜV wissen ob die Felge auch die nicht gerade leichte Vmax tragen kann. Auch handelt es sich ja um einen Felgenumbau im direkten Sinne. Dazu gibt Yamaha Deutschland (mehr oder weniger gerne) auf Anfrage die Informationen preis. Das Stichwort heißt Achslast.

Lt. Yamaha Deutschland hat die Vmax (Modell 2LT) eine Achslast für die:

– Vorderradfelge von: 184 Kg.
– Hinterradfelge von: 306 Kg.

Für  die Yamaha FJR 1300 (Typ RP08) gibt Yamaha eine Achslast für die:

– Hinterradfelge von: 320 Kg. an.

Somit spricht technisch nichts dagegen diese Hinterradfelge in der Vmax zu verwenden.  Mit etwas good will beim TÜV Prüfer landet diese Felge auch in den Papieren. Meist jedoch nur über eine Vollabnahme nach §21.

Welchen Weg man zu einer Felge in den Maßen 17″ x 5,5″ oder 17″ x 6″ oder 18″ x 5,5″ oder 18″ x 6″ geht ist eigentlich egal, wichtig ist das Ergebnis. Nämlich die besseren Reifen und das damit einher gehende bessere Fahrverhalten danach.

Bekannte und beliebte Reifenmarken sind zB.  Pirelli, Bridgestone, AVON, Metzeler, Continental

Ich persönliche habe sowohl in der original Reifengröße der Vmax als auch in der Größe 180 55 ZR17 gute Erfahrung mit AVON Reifen gemacht. Wer mit einer leichten schwäche bei stehendem Wasser zurecht kommt (ich persönlich bin eher der Schönwetter Biker) der wird mit einem quasi klebenden Gripp auf trockener Fahrbahn belohnt.