Ins Leben gerufen wurde die Vmax von Akira Araki  seines Zeichens Projektleiter für Yamaha.

Seine Aufgabe war es Anfang der 1980er Jahre ein Motorrad zu entwerfen, dass in die damalige US-Dragsterszene passte. Ende 1984 wurde in Las-Vegas die Yamaha Vmax vorgestellt. 1985 kam die Vmax auf den US-Markt und war das am schnellsten beschleunigende und stärkste Serienmotorrad. Ein Paukenschlag auf dem Motorradmarkt.

Ein Yamaha Video zur Händlerpräsentation der Vmax in den USA.

Es traten recht schnell andere Länder, allen voran die Franzosen auf den Plan. Jean Claude Olivier von Yamaha Frankreich erkannte das Potential der Vmax und wollte diesen Motor mit zwei Rädern unbedingt in sein Land holen.  Noch 1986 wurde die Vmax für europäischen Markt vorgestellt – jedoch nur mit einem 98PS Motor. Ihm fehlte der V-Boost.

Dies war das Eingeständnis an die strengen europäischen Zulassungsauflagen. Grund war u.a. die Höchstgeschwindigkeit der US Vmax die den V-Boost verbaut hatte. Denn bei hohen Geschwindigkeiten treten die bekannten Fahrwerksschwächen in Form von Pendeln auf. Dies ist in den USA kein Problem, wurde die volle Leistung von rund 140PS der „großen“ Vmax doch nur für das Beschleunigen genutzt. Höchstgeschwindigkeit kennen die Amerikaner nur aus Actionfilmen und Urlaub in Europa. Bei uns in Europa war das Pendeln jedoch ein no-go für den TÜV.

So ist die offene 145PS Vmax nie offiziell für Europa auf den Markt gekommen. Die 145PS Modelle der Vmax mit den Bezeichnungen 2LT und 2WE sind für die USA bzw. Kanada gebaut. Viele Vmaxen bei uns in Europa haben diese Bezeichnungen, sind aber Importmodelle.

 

Ein Video-Review eines Motorrad-Journalisten aus UK.