Die Vmax

Vmax Videos

Von der Idee Anfang 1980 und der Präsentation der fertigen Vmax-1200 1984 in den USA – bis schließlich 24 Jahre später der Nachfolger, die Vmax 1700 präsentiert wurde. Eine wahrlich grandiose Geschichte. Hier ein paar Videos dazu.

Geschichte der Vmax 1200 bis Vmax 1700


Yamaha Video zur Händlerpräsentation der Vmax in den USA 1984


Yamaha Vmax 1200 Werbespot von 1984


Yamaha Vmax on Ice


Yamaha VMAX Offizielle Pressevorstellung 2008

Die Vmax Technik

Die Vmax wurde von 1985 bis 2006 gebaut. Wobei die Modelle der letzten Jahre nur noch aus bestehenden Lagerbeständen gebaut und keine Neuteilte mehr produziert wurden.
Über die Jahre wurde verschiedene Modelle gebaut. Kurz gesagt, die Vmax blieb optisch und damit auch ihrem Charakter immer treu. Die minimalen Unterscheide der verschiedenen Typen beschränken sich entweder auf technischen Details auf Grund der leicht unterschiedlichen Anforderungen der jeweiligen Länder  (USA, Kalifornien, Kanada, Europa, Japan) oder aber liegen in der, über die Jahre, wenigen technischen Veränderungen die stets Verbesserungen waren.

Folgende Vmax Typen wurden gebaut: 1FK, 1GR, 1JH, 1UR, 1UT, 2EN, 2LT, 2WE, 2WF, 3UF

Wer nach wie vor mit dem Gedanken spielt sich eine Vmax zu kaufen, sollte ein paar wichtige Details und markante Baujahre kennen an denen die Vmax verändert wurde.

Einige wichtige Änderungen sind hier genannt:

Ab 1993/1994:

  • Gabel & Bremsanlage wurde komplett überarbeitet und durch stärker dimensionierte ersetzt.

Ab 1996:

  • Ölfilterpatrone und Gehäuse durch kompletten Ölfilter ersetzt
  • Überarbeitete Kupplung, Getriebe und Kardan-Endantrieb

Ab 1999:

  • Der alte Schaltstern im Getriebe wurde durch ein verschleißarmen Schaltstern ersetzt. Dieser kann auch bei älteren Modellen nachgerüstet werden da die Bauform identisch ist.

 

Gebrauchte Vmax kaufen:

Auf Grund der einen oder anderen bekannten Schwäche der Vmax ist es ungleich schwerer eine originale Vmax gebraucht zu kaufen, als eine bereits umgebaute. Denn viele Besitzer einer Vmax haben bereits hier Hand angelegt oder anlegen lassen. Beim Kauf sollte man aber genauer hinsehen. Neben den optischen Anpassungen die lediglich den Geschmack des Besitzers ausmachen, sollten technische Änderungen keine „Bastelei“ sein. Allem voran sollte Wert darauf gelegt sein, dass alle technischen Änderungen auch in die Papiere eingetragen wurden. Dies gilt aber für jedes Motorrad.

Aber welche Umbauten machen Sinn oder sind sogar zu empfehlen?
Die sehr oft vorgenommenen Änderungen zur technischen Verbesserung der Vmax sind unter Technik-Tipps zu finden.

 

Der V-Boost:

Einige Modelle der Vmax besitzen einen V-Boost. Klingt übertrieben spektakulär? Ist es aber nicht, oder etwa doch? Denn der V-Boost sorgt bei der offenen Vmax mit rund 140-145PS für den nötigen Bums. Während sich die 98PS Version der Vmax eigentlich fast wie jedes andere Motorrad mit Vergaser und ähnlicher PS Leistung treiben lässt, den V4 Bonus lassen wir gerade mal ungeachtet, sorgt erst der V-Boost für den richtigen Spaß im Gebälk. Yamaha hat sich bei dem Basismotor, der eben nur für jene 98PS urspünglich gedacht war, eine ganz besondere Leistungssteigerung ausgedacht. Der V-Boost sitzt zwischen der 2×2 Vergaserbank und den Ansaugstutzen vom Motor. Bei einer Drehzahl (Gang unabhängig) von rund 6.500 U/pM öffnet ein Servomotor schrittweise zwei Klappen im V-Boost. Bei 8.000 U/pM sind diese ganz geöffnet. Statt der Benzin/Luft Versorgung von einem Vergaser auf einem Zylinder, versorgen nun immer zwei Vergaser einen Zylinder mit dem Gemisch. Ab dem Moment geht es nochmals richtig nach vorne. Für andere fühlt es sich an, wie eine nicht enden wollende Beschleunigung – und die ist es eben auch ;o)

Je besser die Vergaser abgestimmt sind um so weniger merkt man beim Beschleunigen den „Ruck“ wenn der V-Boost einsetzt. Der Übergang vom geschlossenen zum offenen V-Boost sollte sehr gleichmäßig sein.

 

Übersicht über die unterschiedlichen V-Max Modelle/Typen

Modell Bauzeitraum Für Exportland Leistung PS Drehmoment Sonstiges
1FK 1985 USA 145 124 mit V-Boost, 34 mm-Vergaser, Miles-Tacho
1JH 1985 USA (Kalifornien) 145 124 Abgasreinigung, geänderte Vergaser und Nockenwellen
1GR 1985-1986 Kanada 145 124 mit V-Boost, 35-mm-Vergaser, km/h-Tacho
1UT 1986 USA 145 124 sonst wie 1FK
1UR 1986 USA (Kalifornien) 143 120 sonst wie 1JH
2EN 1987-1990 Europa 122 102 Ohne V-Boost mit km/h-Tacho und Lichtschalter, 35-mm-Vergaser, max Drehzahl 8500/min, andere Endübersetzung
2WE 1987-1990 USA 145 124 35-mm-Vergaser, geänderter Schaltplan, ansonsten wie 1UT
2WF 1987-1990 USA (Kalifornien) 140 120 35-mm-Vergaser, geänderter Schaltplan, ansonsten wie 1JH
2LT 1987-1992 Kanada 145 124 35-mm-Vergaser, geänderter Schaltplan, 1991 Zündanlage, ansonsten wie 1GR
2WE 1991-1992 USA 140 120 Andere Nockenwellen, Zündanlage, Auspuff
2WF 1991-1992 USA (Kalifornien) 136 118 Andere Nockenwellen, Zündanlage, Auspuff
2EN 1991-1992 Europa 120 100 Andere Zündanlage, Auspuff
2WE 1993-1995 USA 140 120 Geänderte Gabel und Bremse
2WF 1993-1995 USA (Kalifornien) 136 118 Geänderte Gabel und Bremse
2LT 1993-1995 Kanada 140 120 Geänderte Gabel, Bremse und Auspuff
2EN 1993-1995 Europa 120 100 Geänderte Gabel und Bremse
2WE 1996-2001 USA 136 118 Geänderter Ölfilter, Endantrieb, Getriebe, Kupplung
2WF 1996-2001 USA (Kalifornien) 136 118 Geänderter Ölfilter, Endantrieb, Getriebe, Kupplung
2LT 1996-2001 Kanada, Deutschland 140 (98) 120 (100) Geänderter Ölfilter, Endantrieb, Getriebe, Kupplung
2EN 1996-2001 Europa, 96/97 Deutschland 120 (98) 100 Geänderter Ölfilter, Endantrieb, Getriebe, Kupplung
3UF 1990-1992 Japan 140 120 Speedcutter 190 km/h
3UF 1993-1995 Japan 136 118 Andere Gabel, Bremse, Auspuff
3UF 1996-2001 Japan 136 118 Geänderter Ölfilter, Endantrieb, Getriebe, Kupplung

Quelle: Wikipedia

Die Vmax Geschichte

Ins Leben gerufen wurde die Vmax von Akira Araki  seines Zeichens Projektleiter für Yamaha.

Seine Aufgabe war es Anfang der 1980er Jahre ein Motorrad zu entwerfen, dass in die damalige US-Dragsterszene passte. Ende 1984 wurde in Las-Vegas die Yamaha Vmax vorgestellt. 1985 kam die Vmax auf den US-Markt und war das am schnellsten beschleunigende und stärkste Serienmotorrad. Ein Paukenschlag auf dem Motorradmarkt.

Ein Yamaha Video zur Händlerpräsentation der Vmax in den USA.

Es traten recht schnell andere Länder, allen voran die Franzosen auf den Plan. Jean Claude Olivier von Yamaha Frankreich erkannte das Potential der Vmax und wollte diesen Motor mit zwei Rädern unbedingt in sein Land holen.  Noch 1986 wurde die Vmax für europäischen Markt vorgestellt – jedoch nur mit einem 98PS Motor. Ihm fehlte der V-Boost.

Dies war das Eingeständnis an die strengen europäischen Zulassungsauflagen. Grund war u.a. die Höchstgeschwindigkeit der US Vmax die den V-Boost verbaut hatte. Denn bei hohen Geschwindigkeiten treten die bekannten Fahrwerksschwächen in Form von Pendeln auf. Dies ist in den USA kein Problem, wurde die volle Leistung von rund 140PS der „großen“ Vmax doch nur für das Beschleunigen genutzt. Höchstgeschwindigkeit kennen die Amerikaner nur aus Actionfilmen und Urlaub in Europa. Bei uns in Europa war das Pendeln jedoch ein no-go für den TÜV.

So ist die offene 145PS Vmax nie offiziell für Europa auf den Markt gekommen. Die 145PS Modelle der Vmax mit den Bezeichnungen 2LT und 2WE sind für die USA bzw. Kanada gebaut. Viele Vmaxen bei uns in Europa haben diese Bezeichnungen, sind aber Importmodelle.

 

Ein Video-Review eines Motorrad-Journalisten aus UK.